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Beratungsstelle
für alternative und komplementäre Heilmethoden
bei Krebs an der Universitätsfrauenklinik Giessen

- Fachbereich Gynäkologie / Frauenheilkunde -

>> Beratung durch Frau Margrit Völzing, Ärztin << 

Mistel, Vitamine, Thymus, Krebsdiäten – mehr als 180 verschiedene Methoden außerhalb der Schulmedizin sollen Krebspatienten helfen können. Doch was taugen sie wirklich? Sind sie wirklich ungefährlich? Inwieweit vertragen sich diese angeblich harmlosen Methoden mit anderen Medikamenten? Fragen, die sich manche Patienten stellen, wenn sie mit der Diagnose Krebs konfrontiert sind und das sind in Deutschland nach der aktuellsten Schätzung des Robert-Koch-Instituts (RKI) 347.217 Krebsneuerkrankungen (168.462 Männer und 178.755 Frauen).

Leider hat sich in Untersuchungen herausgestellt, dass ein absoluter Mangel an objektiver Beratung über komplementäre Therapieoptionen besteht. Nur Wenige verfügen über die notwendigen fachlichen Voraussetzungen. Ein wichtiger Grund dafür ist sicher, dass dieser Bereich nicht Teil der Ausbildung von Ärzten ist.

Um Betroffenen die Möglichkeit zu geben, an den Fortschritten im Bereich der sanften Medizin teilzuhaben, wurde im vergangenen Jahr von Komen Deutschland e.V., der deutschen Repräsentation der amerikanischen Susan G. Komen Breast Cancer Foundation, die sich für die Verbesserung der Betreuung von Brustkrebspatientinnen einsetzt, ein von Prof. K. Münstedt (44) formulierter Förderantrag bewilligt. Somit bestehen nun die personellen und finanziellen Voraussetzungen für die Einrichtung einer Beratungsstelle für alternative und komplementäre Heilmethoden bei Krebs an der Frauenklinik Gießen des Universitätsklinikums Gießen - Marburg. Krebspatienten haben damit die Möglichkeit, sich in diesem wichtigen Bereich umfassend und unabhängig beraten zu lassen, wobei aufgrund der Orientierung von Komen Deutschland die Beratung von Brustkrebspatientinnen Vorrang hat. Als Ansprechpartner stehen in der Krebsheilkunde erfahrene Ärzte zur Verfügung, die sich intensiv mit dem Themengebiet der komplementären Therapie bei Krebs befassen.

Die Notwendigkeit einer Beratung ergibt sich insbesondere aus den Ergebnissen neuerer Untersuchungen, die gezeigt haben, dass in manchen Fällen die angeblich natürlichen und harmlosen Methoden in Wahrheit erhebliche Nebenwirkungen haben können oder andere sinnvolle Therapien in ihrer Wirksamkeit abschwächten. Auf der anderen Seite gibt es Methoden, die sinnvoll ergänzend zu einer schulmedizinischen Therapie eingesetzt werden können. Sie machen eine Chemotherapie möglicherweise wirksamer und dabei trotzdem nebenwirkungsärmer. Personen, die das Beratungsangebot wahrnehmen möchten, können ab sofort unter der Rufnummer (0641) 99 45105 einen Beratungstermin vereinbaren.



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