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Was macht der Pathologe?

Dass der Pathologe Obduktionen (Leichenöffnungen) vornimmt ist geläufig. Weniger bekannt ist hingegen, dass der Großteil der Arbeit eines Pathologen der Diagnostik von Gewebeproben lebender Menschen gewidmet ist: Zur histologischen Untersuchung gelangen Biopsien und größere Operationspräparate, zur zytologischen Untersuchung Körperflüssigkeiten, Feinnadelpunktate und Abstrichpräparate, letztere vorwiegend aus der Vorsorgeuntersuchung des Gebärmutterhalses.

 

Welche Rolle spielt der Pathologe in der Krebsdiagnostik?

Die feingewebliche Untersuchung ermöglicht es zwischen gutartigen und bösartigen Tumoren zu unterscheiden und die Art des Tumors zu bestimmen. Hieraus werden dann Konsequenzen für die Therapie gezogen. Häufig genügen bereits winzige, nur wenige Millimeter große Proben (Biopsien) für eine solche Untersuchung (z.B. aus der Brust, der Lunge, dem Magen und Darm, der Prostata,  Knochenmark etc.).

Können solche Proben nicht gewonnen werden (z.B. ungünstige Lage des Tumors) kann bei vielen Fragestellungen eine intraoperative Schnellschnittuntersuchung durchgeführt werden. Hierbei erfolgt die Untersuchung und Befundung während der Operation, der Patient verbleibt während dieser Zeit in Narkose. Sollte sich aus der Diagnose die Notwendigkeit zu einer ausgedehnteren Operation ergeben, kann diese noch in der gleichen Sitzung durchgeführt werden. Eine zweite Operation kann damit häufig vermieden werden.

Der Pathologe legt am Operationspräparat (z.B. Magen, Darmstücke, Prostata, Lymphknoten, Gebärmutter, ...) das Tumorstadium fest (Ausdehnung des Tumors, Lymphknotenbefall, Metastasen, etc.). Das Tumorstadium gibt Hinweise auf die Prognose und ist Grundlage für die Entscheidung, ob eine weiterführende Therapie (Bestrahlung, Chemotherapie) erforderlich ist oder nicht.

 

Wie lange dauert eine pathologische Untersuchung?

Die Befundung einer Biopsie dauert etwa 1-2 Tage.

Eine Schnellschnittdiagnose wird innerhalb einer halben Stunde erstellt. Schnellschnitte können allerdings nicht bei allen Fragestellungen durchgeführt werden.

Die Bearbeitung größerer Operationspräparate dauert in der Regel 3-4 Tage, in speziellen Fällen auch einmal 1-2 Wochen, je nach Ausmaß der erforderlichen Zusatzuntersuchungen (Immunhistochemie, Hormonrezeptorbestimmung, molekularpathologische Diagnostik, etc.)

 

Auch nach Abschluß der Untersuchungen steht das aufbereitete Tumorgewebe noch für lange Zeit (mehrere Jahre) für ergänzende Untersuchungen zur Verfügung.

 

Verfasser:

Dr. U. Feek
Überregionale Gemeinschaftspraxis für Pathologie
Paul-Zipp-Str. 183
35398 Giessen
Tel. 0641-67432
Fax: 0641-67431




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